Autor: rANgeLFIent

Rückschau: Das lief bislang in der PsG.nrw


Gemeinsam mit zahlreichen Kooperationspartnern führten wir schon im letzten Quartal 2020 die ersten, aufgrund der Pandemie zunächst digitalen, Veranstaltungen durch. Dabei stießen wir auf so reges Interesse, dass wir bei Weitem nicht alle Anmeldungen berücksichtigen konnten. Aber keine Sorge: Im Jahr 2021 stehen natürlich zahlreiche weitere Aktivitäten auf dem Programm. Dazu mehr unter Veranstaltungen.

Veranstaltungen

Am 3.12.2020, 9.12.2020, 24.2.2021 sowie 10.3.2021 von 10-13 Uhr veranstaltete das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (MKFFI) ein jeweils halbtägiges Online-Seminar mit dem Titel „Gegen sexualisierte Gewalt an Kindern im Vor- und Grundschulalter. Erkennen – Handeln – Vorbeugen“ mit insgesamt knapp 1000 Teilnehmenden. Dieses Seminar fand in Kooperation mit der PsG.nrw, dem Deutschen Kinderschutzbund (DKSB) Landesverband NRW e. V., dem Institut für soziale Arbeit e. V. (ISA), den Landesjugendämtern Rheinland und Westfalen-Lippe und Zartbitter Köln e. V. statt. Vorträge und Literaturtipps aus der Veranstaltung finden Sie aber hier.

Die PsG.nrw


Die PsG.nrw wird gefördert vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (MKFFI). Trägerin ist die Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (AJS) NRW e.V.

Minister Dr. Stamp bezeichnete anlässlich der Eröffnung sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche als „ein unerträgliches, ein widerliches Verbrechen“ und fuhr fort:  „Wir wollen unsere Kinder und Jugendlichen vor diesen abscheulichen Verbrechen besser schützen. Das ist eine große Herausforderung …). Deshalb müssen wir alle – Politik und Gesellschaft – gemeinsam und entschlossen dagegen vorgehen.“ 

Der PsG.nrw kommt dementsprechend eine Vielzahl von Aufgaben zu. Wir möchten Ihnen einen kleinen Überblick über unsere Verantwortungsgebiete und Schwerpunkte verschaffen.

Unsere Zielgruppen

Unser Angebot richtet sich in erster Linie an Fachkräfte, insbesondere freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe, und Multiplikator*innen/Akteur*innen im Feld der Prävention von und Intervention bei sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen. Insofern adressieren wir unsere Angebote und Kooperationsformen beispielsweise an Erzieher*innen in Kindertageseinrichtungen oder Leitungskräfte, Mitarbeitende im Offenen Ganztag, in der Kinder- und Jugendarbeit oder in Beratungsstellen oder Fortbildende zum Thema.

Unsere Aufgaben

Dialog, Vernetzung, Fortbildung und Beratung hinsichtlich der Prävention sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen stehen im Mittelpunkt unserer Arbeit.

Wissen bündeln, vernetzen, vermitteln
  • Die PsG.nrw bündelt das im Land NRW vorhandene Wissen zum Thema Prävention und Intervention von sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen und gibt es weiter. Dazu lädt sie gemeinsam mit weiteren Akteur*innen und Expert*innen zu Fortbildungen und fachlichem Austausch ein bzw. vermittelt Interessierte entsprechend weiter. Außerdem sichtet sie kontinuierlich Materialien und Publikationen zum Thema und führt sie zusammen, bei Bedarf erstellt sie eigene Arbeitshilfen.
  • Die PsG.nrw macht so die vorhandenen, wertvollen Strukturen und Zuständigkeiten in der Präventionslandschaft sichtbar, vernetzt und stärkt sie und identifiziert gleichzeitig vorhandene Lücken im Bereich der freien Kinder- und Jugendhilfe, um dann möglichst Abhilfe zu initiieren.
  • Sie leistet kontinuierlich einen aktiven Beitrag zur Qualitätsentwicklung.
Grundlegende Sensibilisierung und Aufklärung
  • Die Psg.nrw klärt gemeinsam mit den Kooperationspartner*innen Fachkräfte über die vielen Aspekte des Themas auf und identifiziert dabei auch gängige Mythen in der Öffentlichkeit.
  • Außerdem informiert sie über Schutzkonzepte für Einrichtungen und Organisationen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, als ganzheitliche und unentbehrliche Präventionsmaßnahme, und berät zu entsprechenden Umsetzungs– und Fortbildungsmöglichkeiten.

Das Ziel ist es dabei stets, Fachkräften und Multiplikator*innen Orientierung und Handlungssicherheit zu geben und so maßgeblich zum Schutz von Jungen* und Mädchen* beizutragen. Bei alledem erfolgt eine enge Zusammenarbeit und Abstimmung mit den Landesjugendämtern für verzahnte Maßnahmen in der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe.

Ziele und Zielgruppen auf einen Blick


Stellungnahme der PsG.nrw zur Einrichtung eines/einer „Unabhängigen Beauftragten“ in NRW

Köln, Januar 2021. Die Fraktion Bündnis 90/die Grünen hat im August des vergangenen Jahres einen Antrag zur Einrichtung der Stelle eines/einer „Unabhängigen Beauftragten zu Fragen der sexualisierten Gewalt“ gestellt, der/die nicht weisungsgebunden ist und keiner Fachaufsicht unterliegt. Zu diesem Antrag hat die PsG.nrw hier ausführlich Stellung genommen.

Handlungs- und Maßnahmenpapier der Landesregierung NRW erschienen

Köln, Dezember 2020. Die Landesregierung hat im Dezember des vergangenen Jahres ein umfangreiches Handlungs- und Maßnahmenkonzept gegen sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen veröffentlicht. Darin werden knapp 60 grundlegende Maßnahmen beschrieben, die auf Prävention, Intervention und Nachsorge in den unterschiedlichen Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen abzielen. Eine wichtige Instanz im Bereich der freien Kinder- und Jugendhilfe ist die PsG.nrw. Hier finden Sie das gesamte Papier.

Wir wünschen Ihnen schöne Feiertage und eine erholsame Zeit!

Köln, den 16.12.2020. Liebe Besucher*innen, Hand aufs Herz: Werden Sie das Jahr 2020 vermissen? Dieses Jahr mit der sympathisch symmetrischen Zahl, das uns alle vor so viele Veränderungen und Herausforderungen gestellt hat? Wahrscheinlich nicht. Aber wir hoffen und glauben, dass Sie alle am Ende dieses Jahres doch auch etwas finden, für das es sich gelohnt hat. Lassen Sie uns den Blick an dieser Stelle auf das Erreichte und Bewältigte richten. Und das tun wir, das Team von PsG.nrw, in diesen letzten Tagen vor Weihnachten mit Stolz und Freude. Gemeinsam mit dem Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen haben wir die Landesfachstelle Prävention sexualisierte Gewalt eröffnet. Wir haben unter Hochdruck unsere Arbeit aufgenommen, um maßgeblich zu einem verbesserten Schutz von Jungen* und Mädchen* in NRW vor sexualisierter Gewalt beizutragen. Mit ersten Seminaren und Konferenzen haben wir bereits zahlreiche Fachkräfte erreicht, die sich täglich für das Wohl von Kindern und Jugendlichen einsetzen und Leitplanken für die Prävention von sexualisierter Gewalt schaffen. Nun können wir sagen: 2021 kann kommen, wir sind bereit! Aber bitte nicht direkt: Erst einmal ist es Zeit für einen entspannten und feierlichen Jahresausklang, für leckeres Essen und gute Gespräche, für die Menschen, die uns nahestehen. Eine solche Zeit wünschen wir nun auch Ihnen – eine Zeit des Innehaltens, Abschaltens, des Auftankens und Genießens. Kommen auch Sie zur Ruhe – bevor wir gemeinsam im neuen Jahr unser Bestes geben, um Jungen* und Mädchen* vor sexualisierter Gewalt zu schützen. Ihr Team der PsG.nrw

Die PsG.nrw in den ZDF-Heute-Nachrichten

Köln, den 12.11.2020. Anlässlich des Prozessauftaktes der Fälle von sexualisierter Gewalt in Münster wurde PsG.nrw-Leitung Dr. Nadine Schicha zur Einrichtung der neuen Landesfachstelle interviewt. Der ganze ZDF-Heute-Beitrag findet sich hier ab Minute 7:23.

Frau Dr. Schicha im Interview mit dem Kölner Stadtanzeiger

Köln, den 27.11.2020. „Zu viele haben noch das Bild vom fremden männlichen Täter im Kopf, der ein Kind vom Bürgersteig in seinen schwarzen Van zieht“: Im Kölner Stadtanzeiger erschien heute ein Interview mit Frau Dr. Schicha, Leiterin der PsG.nrw. Den ganzen Artikel gibt es hier: Kölner Sexualpädagogin: „Sexualisierte Gewalt geschieht nie spontan“ | Kölner Stadt-Anzeiger (ksta.de)

Eröffnung Landesfachstelle Prävention sexualisierte Gewalt NRW


Köln, den 28.10.2020. Die Landesregierung NRW hat die Bekämpfung von sexualisierter Gewalt an Mädchen* und Jungen* erheblich verstärkt. Dabei ist die Prävention ein wesentlicher Baustein. Darum stellten heute Familienminister Dr. Joachim Stamp und Leiterin Dr. Nadine Schicha auf einer Pressekonferenz in Düsseldorf die neue Landesfachstelle Prävention sexualisierte Gewalt (PsG.nrw) gegen Kinder und Jugendliche vor, die einen wesentlichen Bestandteil der Präventionsmaßnahmen darstellt. Auch die beiden Direktor*innen der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe Ulrike Lobek und Matthias Löb, in deren Zuständigkeit die Landesjugendämter liegen, nahmen teil.

Kinder- und Familienminister Dr. Joachim Stamp: „Sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche ist ein unerträgliches, ein widerliches Verbrechen. Doch die bittere Wahrheit ist, dass viele Mädchen und Jungen regelmäßig sexuelle Gewalt erleiden müssen, mitunter ihre gesamte Kindheit lang. Wir wollen unsere Kinder und Jugendlichen vor diesen abscheulichen Verbrechen besser schützen. Das ist eine große Herausforderung, denn es geht nicht um Einzelfälle, sondern um abscheuliche Verbrechen, die tagtäglich verübt werden. Deshalb müssen wir alle – Politik und Gesellschaft – gemeinsam und entschlossen dagegen vorgehen.“

Die PsG.nrw wendet sich an Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe sowie Akteure im Bereich der Prävention, Intervention und Nachsorge sexualisierter Gewalt und bietet Informationen, Fortbildung und Beratung ebenso wie Vernetzung und Qualitätsentwicklung von Angeboten an. Träger ist die Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Nordrhein-Westfalen e.V. (AJS) mit Sitz in Köln. Die Landesfachstelle ist mit 4,5 Personalstellen ausgestattet und wird 2021 durch 5 Fachreferent*innen in den einzelnen Regierungsbezirken bei ihren Aktivitäten verstärkt, relevantes Wissen in die Fläche zu bringen.

Weiter zur Pressemeldung des Ministeriums für Kinder, Familie Flüchtlinge und Integration.

Leiterin Dr. Nadine Schicha: „Solch eine landesweite Stelle ist gesellschaftlich elementar, denn der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt obliegt uns Erwachsenen, die wir tagtäglich mit Kindern zusammenarbeiten bzw. leben.“

© Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration | Foto: S. Bersheim

Was tun, wenn ich sexuellen Missbrauch vermute?

Informationen für Fachkräfte, die mit Kindern im Vor- und Grundschulalter arbeiten
Ursula Enders, ZARTBITTER e.V.

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