Pressemitteilung der PsG.nrw: 9. Europäischer Tag zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexueller Gewalt


Der 18.11. legt dieses Jahr den Fokus auf die Stimme Betroffener 

„Sexualisierte Gewalt beginnt unscheinbar.

Schau hin. Nimm wahr.

Nimm Deine Verantwortung in die Hand.“

Karl Haucke, Mitglied des Fachbeirates der Landesfachstelle Prävention sexualisierte Gewalt NRW und des Betroffenenrates der Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM)

Köln, den 15.11.2023. Der 18.11. macht auf Initiative des Europarats jährlich auf die Thematik sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen und auf ihre sexuelle Ausbeutung aufmerksam. In diesem Jahr liegt der Fokus darauf, von Betroffenen zu lernen, um Kinder besser zu schützen und Betroffenen zu helfen.

Mit dem oben stehenden Appell wendet sich Karl Haucke, Mitglied des Fachbeirates der Landesfachstelle Prävention sexualisierte Gewalt NRW und des Betroffenenrates der Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM), an alle Erwachsenen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten oder leben.

 Was bedeutet dieser zentrale Aufruf konkret für die Praxis der Präventionsarbeit?

 Wir brauchen eine Kultur des Hinsehens und Hinhörens. Das können wir erreichen, wenn wir Erwachsenen Kinder und Jugendliche in ihren Bedürfnissen, Wünschen und Vorstellungen ernst nehmen und sie als Expert*innen ihrer eigenen Lebenswelten wahrnehmen. Wenn wir über das strategische Vorgehen von Tätern und Täterinnen informiert sind, können wir ihre Täuschungs- und Manipulationsversuche ins Leere laufen lassen. Wir müssen falsche Vorstellungen hinsichtlich sexualisierter Gewalt kennen und richtigstellen. Und wir müssen das Thema enttabuisieren und wissen, dass sexualisierte Gewalt überall vorkommen kann. Das gilt für pädagogische Fachkräfte ebenso wie für Eltern und Erziehende.

Wir benötigen die klare Haltung, bei Grenzverletzungen bzw. Übergriffen entsprechend Position zu beziehen. Im Vermutungsfall brauchen wir Erwachsenen Handlungsfähigkeit. Und wir sollten Alltagsrituale, Traditionen und auch eigenes Handeln kritisch reflektieren und daraufhin prüfen, ob unser eigenes Verhalten Heranwachsenden gegenüber achtsam und grenzwahrend ist.

 Für Organisationen bzw. Einrichtungen wie Kitas, Schulen, Vereine und Verbände bedeutet das Etablieren einer solchen Kultur des Hinsehens, Hinhörens und Handelns, präventive Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt strukturell zu verankern. Das kann nur gelingen, indem sie verbindliche Schutzkonzepte gegen Gewalt entwickeln.

Nur da, wo Erwachsene hinsehen, wo sie informiert, handlungsfähig und (selbst-)kritisch sind, da sind Kinder und Jugendliche besser geschützt. Denn wir Erwachsenen sind verantwortlich für den Schutz von Kindern und Jugendlichen.

Tipp: Auch die aktuelle Kampagne der Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) appelliert in ihrer zweiten Phase, „Schieb deine Verantwortung nicht weg“, an alle Erwachsenen, hinzusehen und Verantwortung zu übernehmen. Die Kampagne unter  www.nicht-wegschieben.de informiert insbesondere darüber, was Erwachsene bei einer Vermutung oder einem komischen Bauchgefühl tun können.

Der Europäische Tag zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexueller Gewalt wurde vom Europäischen Rat ins Leben gerufen. Er will die Thematik ins Bewusstsein der Öffentlichkeit heben, Diskussionen rund um Prävention und Schutz anregen und gegen die Stigmatisierung Betroffener angehen. Außerdem soll er die Umsetzung der Lanzarote-Konvention („Übereinkommen des Europarates zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch“) vorantreiben.

Mehr Informationen zur Prävention sexualisierter Gewalt: www.psg.nrw

Bildmaterial zum 18.11. zum Download

Die PsG.nrw ist die erste Fachstelle eines Bundeslandes zur Prävention sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen. Vorrangig richtet sich ihr Angebot an Fachkräfte der freien Kinder- und Jugendhilfe und Akteur*innen in der Prävention von sexualisierter Gewalt. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen Wissensvermittlung, fachliche Vernetzung, die flächendeckende Qualifizierung von Fachkräften und die Verankerung von institutionellen Schutzkonzepten. Die PsG.nrw berät zu Schutz und Vorbeugung, vernetzt Akteur*innen und Angebote und leistet einen aktiven Beitrag zur Qualitätsentwicklung. Außerdem vermittelt sie an Fachberatungsstellen und regionale Angebote. So schafft sie Handlungssicherheit und Orientierung. Die Fachstelle sitzt in Köln und wird gefördert vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes NRW. Trägerin ist die Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (AJS) NRW. Auf regionaler Ebene wird die PsG.nrw von 5 Regionalstellen in den einzelnen Regierungsbezirken unterstützt.

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Sexualisierte Gewalt im digitalen Raum


Die Ausgabe 1/2023 der Zeitschrift „Thema Jugend“ der Katholischen Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz widmet sich dem wichtigen Thema „Gewalt im digitalen Raum“. Sie enthält einen Artikel der PsG.nrw mit dem Titel „Sexualisierte Gewalt im digitalen Raum: Onlinerisiken und Präventionsmöglichkeiten“. Wer das Thema vertiefen möchte, findet dort also ausführliche Informationen!

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Pressemitteilung: Neue Kampagne – Kinderrechte sind Erwachsenenpflicht


Landesfachstelle Prävention sexualisierte Gewalt NRW sensibilisiert für die entscheidende Bedeutung von Kinderrechten

Köln, den 20.06.23. Kinder und Jugendliche sind Träger*innen von Rechten. So selbstverständlich das klingen mag – im Alltag gerät diese Tatsache noch viel zu oft in den Hintergrund. Darum sensibilisiert die neue Kampagne der Landesfachstelle Prävention sexualisierte Gewalt (PsG.nrw) für die entscheidende Bedeutung von Kinderrechten in der Prävention sexualisierter Gewalt und darüber hinaus. Die Kampagne verdeutlicht außerdem, dass die Verantwortung für die Gewährleistung dieser Rechte bei den Erwachsenen liegt.

Drei zentrale Rechte ziehen sich durch die UN-Kinderrechtskonvention: das auf Schutz, das auf Befähigung und das auf Teilhabe. Alle drei sollten überall da, wo Erwachsene mit Kindern leben und/oder arbeiten, sichergestellt und miteinander vereinbart werden. Dabei gilt: Kinderrechte sind Erwachsenenpflicht!

Aber häufig finden Verletzungen dieser Rechte statt – oft gar nicht aus böser Absicht, sondern aufgrund fehlender Kenntnis bzw. Sensibilisierung.  Hier setzt die neue Kampagne der PsG.nrw an, die sich an Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe als Multiplikator*innen in NRW sowie an Eltern und Erziehende richtet.

Die drei humorvollen Motive der Weimarer Illustratorin Rosa Linke, die ab sofort auf Postern und Postkarten erhältlich sind, nehmen exemplarisch typische Rechte-Verletzungen in den Blick. Sie sensibilisieren Erwachsene bezüglich des Trackings von Kindern per GPS-Gerät, des Postens von Kinderbildern in den Sozialen Medien und der fehlenden Zeit oder Bereitschaft, junge Menschen wirklich anzuhören und einzubinden.  Die Materialien enthalten QR-Codes zu einer Webseite, auf der es weiterführende Informationen gibt.

Freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe in NRW können ab sofort kostenlos die Kampagnenmaterialien bestellen unter:

https://psg.nrw/kinderrechte-und-praevention/

Die Motive zum Download und zur kostenlosen Verwendung sowie Sharepics für Social Media gibt es unten (Speichern über die rechte Maustaste möglich).

Copyrightvermerk: PsG.nrw, Rosa Linke

Die PsG.nrw ist die erste Fachstelle eines Bundeslandes zur Prävention sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen. Vorrangig richtet sich ihr Angebot an Fachkräfte der freien Kinder- und Jugendhilfe und Akteur*innen in der Prävention von sexualisierter Gewalt. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen eine allgemeine Breitensensibilisierung, fachliche Vernetzung, die flächendeckende Qualifizierung von Fachkräften und die Verankerung von institutionellen Schutzkonzepten. Die PsG.nrw berät zu Schutz und Vorbeugung, vernetzt Akteur*innen und Angebote und leistet einen aktiven Beitrag zur Qualitätsentwicklung. Außerdem vermittelt sie an Fachberatungsstellen und regionale Angebote. So schafft sie Handlungssicherheit und Orientierung. Die Fachstelle sitzt in Köln und wird gefördert vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes NRW. Trägerin ist die Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (AJS) NRW. Auf regionaler Ebene wird die PsG.nrw von 5 Regionalstellen in den einzelnen Regierungsbezirken unterstützt.

Hier finden Sie die drei Motive als hoch aufgelöste PDFs zum Download:

PsG-Kampagne_2023_Plakat_Freiräume

PsG-Kampagne_2023_Plakat_Beschwerde

PsG-Kampagne_2023_Plakat_Privatsphäre

Unsere Sharepics für die Onlineverwendung:

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Perspektiven einbeziehen – Beteiligung sicherstellen


Köln, Januar 2023. Die Rolle von Kindern und Jugendlichen in organisationalen Schutzprozessen ist ambivalent. Einerseits können sie aufgrund ihrer jeweiligen Entwicklungsstände nicht für ihren Schutz verantwortlich gemacht werden. Andererseits betrachten wir junge Menschen grundsätzlich als Expert*innen ihrer Lebenswelt und sie haben ein fundamentales Recht, ihren Alltag in institutionellen Kontexten mitzugestalten. Dies gilt somit auch für die Veränderungsprozesse, die mit der Implementierung von Schutzkonzepten einhergehen.
In diesem Spannungsfeld bewegen sich Akteur*innen von Organisationen, die Schutzkonzepte entwickeln: Kinder und Jugendliche zielgruppen- und bedarfsgerecht zu beteiligen, ohne dabei die Verantwortung für den Schutz vor sexualisierter Gewalt von den Erwachsenen auf sie zu übertragen. Wie das gelingen kann, erörtert Fachreferent Pascal Schultheis im AJS-Forum 4/22 – einem Themenheft mit einem interdisziplinären Blick auf Schutzkonzepte, das viele weitere interessante Beiträge enthält.

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Hilfen zur Einschätzung von Präventionsmaterialien für Kinder


Köln, Oktober 2022. Bücher und Materialien, die Schutzaspekte und Präventionsgrundsätze für Kinder vermitteln, können in unterschiedlichen Situationen zum Einsatz kommen. Dabei ist das Angebot groß, und viele Fachkräfte und Eltern fragen sich, nach welchen Kriterien eine Auswahl getroffen werden kann. Das Forschungsprojekt „Präventionsmaterialien für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zum Themenbereich Sexualisierte Gewalt“ der Katholischen Hochschule NRW hat genau dafür einen Reflexionsleitfaden erarbeitet.
Dieser soll Fachkräften Orientierung bei der Einschätzung von Präventionsmaterialien
bieten. Dr. Nadine Jastfelder stellt die Hilfen zur Einschätzung im  AJS-Forum 3/2022 vor. 

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Kinderrechte wahren – sexualisierter Gewalt vorbeugen


Köln, Juli 2022. Kinder und Jugendliche, die sich in Einrichtungen und Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe aufhalten, müssen systematisch vor sexualisierter Gewalt geschützt werden. Mittel dazu sind Rechte- und Schutzkonzepte, die alle Ebenen einer Institution in den Blick nehmen und Risiken und Ressourcen zum Ausgangspunkt eines ganzheitlichen Maßnahmenpaktes machen. Einen kompakten Überblick zum Thema bietet der aktuelle Artikel im Fachmagazin AJS Forum

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Sexuelle Bildung und Prävention sexualisierter Gewalt


Köln, Juni 2022. Die neue „Thema Jugend“ der Katholischen Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NRW e.V. dreht sich um das vielschichtige  Thema Sexuelle Bildung. PsG.nrw-Fachreferentin Lisa Thoben hat sich darin dem Zusammenspiel von sexueller Bildung und der Prävention sexualisierter Gewalt gewidmet: 

Jahrzehntelang diskutierten Präventionsfachkräfte und Sexualpädagog*innen über die Vorrangstellung der eigenen Disziplin, wenn es um den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt ging. Die einen kritisierten, nur die „Sonnenseiten“ der Sexualität zu betonen und damit den Gewaltaspekt zu vernachlässigen, die anderen warnten davor, in einer Gefahrenabwehrpädagogik festzustecken und Lernräume aus dem Schutzgedanken heraus nicht möglich zu machen.

Heute sind sich die meisten weitgehend einig: Wenn wir Kinder und Jugendliche bestmöglich vor sexualisierter Gewalt schützen wollen, brauchen wir beide Disziplinen gleichermaßen. Es geht darum, eine Balance zwischen Sexualitätsbejahung und Gefahrenabwehr zu finden.

Das ganze Heft und den ausführlichen Artikel gibt es hier.

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Video-Gutachten zum DPT


Was brauchen Kinder und wie können sie vor Gewalt geschützt werden? Expert*innen aus verschiedenen Bereichen der Prävention geben Antworten im aktuellen Video-Gutachten des Deutschen Präventionstages. Ab 18:30 berichtet Dr. Nadine Jastfelder über die Prävention sexualisierter Gewalt. „Weil gut informierte und reflektierte Erwachsene für Kinder den Unterschied machen können!“

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Landeskinderschutz­gesetz: Neue Webseite der PsG.nrw informiert über Rechte- und Schutzkonzepte


Bild zur kostenlosen Verwendung: PsG.nrw, (c) K. Unger

Köln, den 3.5.2022. Anlässlich des am 1.5. in Kraft getretenen Landeskinderschutzgesetzes NRW hat die Landesfachstelle Prävention sexualisierte Gewalt (PsG.nrw) eine neue Webseite zum Thema Rechte- und Schutzkonzepte freigeschaltet. Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe finden hier vertiefende Informationen, praktische Beispiele und Literaturtipps zum Weiterlesen.

Landeskinderschutzgesetz                                       

Die Rechte von Kindern und Jugendlichen stärken und wahren: Das ist das Ziel des am 1.5.2022 in Kraft getretenen Landeskinderschutzgesetzes (Gesetz zum Schutz des Kindeswohls und zur Weiterentwicklung und Verbesserung des Schutzes von Kindern und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen).

Unter anderem bezweckt es eine Verankerung von Schutzkonzepten in Einrichtungen und Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe. Denn Schutzkonzepte dienen als Schlüssel zum systematischen Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt und weiteren Gewaltformen und zur Stärkung ihrer Rechte.

Rechte- und Schutzkonzepte

Für die zahlreichen Fach- und Leitungskräfte der Kinder- und Jugendhilfe, die sich nun in den Prozess der Konzeptentwickelung begeben oder bereits involviert sind, bietet die Landesfachstelle Prävention sexualisierte Gewalt (PsG.nrw) unter psg.nrw/rechte-und-schutzkonzepte ab sofort eine Webseite mit vertiefenden Informationen zum Thema an. 

Die Seite liefert Informationen zu den einzelnen Bausteinen von Schutzkonzepten, praktische Tipps und konkrete Beispiele. Zudem enthält sie passende Literaturtipps zum Weiterlesen.

Schutzkonzepte sollen Kinder und Jugendliche systematisch vor sexualisierter Gewalt schützen. Sie bezeichnen ein Zusammenspiel aus der Analyse von Risiken und Schutzfaktoren einer Organisation, strukturellen Veränderungen, Absprachen und Vereinbarungen aller Beteiligten und einer gemeinsamen Haltung und schützenden Kultur.

Weil ihr Kern die Stärkung von Kindern und Jugendlichen als Rechteträger*innen ist, ist die Bezeichnung „Rechte- und Schutzkonzept“ zutreffender.

Rechtlicher Hintergrund

Die Schutzkonzept-Pflicht des Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes betrifft ausschließlich erlaubnispflichtige Einrichtungen und Pflegepersonen.[1] Jugendfreizeiteinrichtungen, Waldkindergärten oder ähnliche Einrichtungen und Angebote waren hingegen davon nicht betroffen.

Nun werden im Rahmen des Landeskinderschutzgesetzes zum einen auch nicht erlaubnispflichtige Einrichtungen – wie z.B. Jugendfreizeiteinrichtungen – angesprochen.[2] Zudem werden Träger nichtinstitutioneller Angebote der Kinder- und Jugendarbeit, der Jugendsozialarbeit und des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes, soweit sie eine Förderung nach dem Kinder- und Jugendförderplan des Landes NRW erhalten oder beantragen, adressiert. Auch Träger außerunterrichtlicher Angebote der Offenen Ganztagsschule im Primarbereich sollen auf die Erstellung von Schutzkonzepten hinwirken und eine Verzahnung mit den schulischen Schutzkonzepten anstreben.

Das Landeskinderschutzgesetz greift zentrale politische wie fachliche Forderungen aus der Aufarbeitung der bekannt gewordenen Fälle sexualisierter Gewalt in NRW auf. Es enthält verschiedene Maßnahmen, um die Qualität des Kinder- und Jugendschutzes in NRW zu stärken und die strukturellen Rahmenbedingungen zu verbessern. Das Gesetz wird kontinuierlich weiterentwickelt.

[1] gemäß §§ 45 Absatz 2 Nr. 4, 37b Absatz 1 SGB VIII

[2] gemäß § 11 Absatz 3 LKindSchG NRW

Die PsG.nrw ist die erste Fachstelle eines Bundeslandes zur Prävention sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen. Vorrangig richtet sich ihr Angebot an Fachkräfte der freien Kinder- und Jugendhilfe und Akteur*innen in der Prävention von sexualisierter Gewalt. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen Breitensensibilisierung, fachliche Vernetzung, die flächendeckende Qualifizierung von Fachkräften und die Verankerung von institutionellen Schutzkonzepten. Die PsG.nrw berät zu Schutz und Vorbeugung, vernetzt Akteur*innen und Angebote und leistet einen aktiven Beitrag zur Qualitätsentwicklung. Außerdem vermittelt sie an Fachberatungsstellen und regionale Angebote. So schafft sie Handlungssicherheit und Orientierung. Die Fachstelle sitzt in Köln und wird gefördert vom MKFFI des Landes NRW. Trägerin ist die Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (AJS) NRW.

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Die Nummer gegen Kummer


Köln, April 2022. Die „Nummer gegen Kummer“ ist ein echter Klassiker in Deutschland. Wenn junge Menschen Sorgen oder Probleme haben, können sie sich vertrauensvoll an das anonyme und kostenfreie Beratungsangebot wenden, mittlerweile auch per E-Mail und Chat. Die ehrenamtlichen Berater*innen werden intensiv geschult und unterstützt, um die vielfältigen Anliegen der Hilfesuchenden gut begleiten zu können. Eine langjährige Mitarbeiterin gibt im AJS-Forum 1/22  im Gespräch mit der PsG.nrw einen Einblick in den Beratungsalltag des Hilfsangebots.

Das AJS-Forum, Fachmagazin für den Kinder- und Jugendschutz, können Sie hier abonnieren. 

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