Rechte- und Schutzkonzepte

Rechte- und Schutzkonzepte sollen Kinder und Jugendliche systematisch vor sexualisierter Gewalt schützen. Das folgende Video gibt einen kompakten Überblick darüber, was darunter genau zu verstehen ist und welche Bausteine ein Rechte- und Schutzkonzept ausmachen.

Unter dem Video finden Sie ausführliche Beschreibungen dieser Bausteine und hilfreiche Literatur- und Materialtipps für Ihre Praxis. 

Eine Materialsammlung zum Thema, die wir kontinuierlich ergänzen, finden Sie auch hier.

Video: Auf den Weg machen – Bausteine für ein Schutzkonzept

Rechte- und Schutzkonzepte: Informationen und Bausteine

  • Einleitung: Was sind Rechte- und Schutzkonzepte?

    Rechte- und Schutzkonzepte sind ein Bündel von Maßnahmen, das alle Ebenen einer Organisation betrifft. Diese Maßnahmen werden individuell von jeder Organisation unter Beteiligung aller Mitarbeitenden, Eltern, Kinder und Jugendlichen erarbeitet.

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  • Baustein 1: Gemeinsame Haltungen finden

    Bevor Organisationen konkret in die Entwicklung eines Schutzkonzeptes einsteigen können, müssen sich die Mitarbeitenden Fachwissen zur Prävention sexualisierter Gewalt und zur sexuellen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen angeeignet haben. Sie müssen sich außerdem mit Haltungsfragen auseinandersetzen und einen Diskurs zu relevanten Themenkomplexen führen. 

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  • Baustein 2: Risiko- und Potenzialanalyse

    Die Risiko- und Potenzialanalyse steht zu Beginn der Entwicklung des Rechte- und Schutzkonzeptes, sie ist fester Bestandteil davon. Sie beschreibt die sorgfältige und systematische Untersuchung aller Bereiche der Organisation. Ziel ist es, die ‚verletzlichen‘ Stellen in der Einrichtung oder dem Angebot aufzudecken.

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  • Baustein 3: Leitbild

    Ein Leitbild kann die Werte und Prinzipien Ihrer Organisation nach außen wie nach innen kommunizieren. Dies gilt auch für die ethischen Standards der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Die Verankerung der Prävention sexualisierter Gewalt an zentraler Stelle im Leitbild Ihrer Organisation verdeutlicht die Wichtigkeit, die dem aktiven Schutz vor sexualisierter Gewalt zugesprochen wird.

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  • Baustein 4: Prävention – Mitarbeitende

    Alle Mitarbeitenden sind mitverantwortlich für die Umsetzung des Rechte- und Schutzkonzeptes. Sie sind sensibilisiert und geschult in den Grundlagen von sexueller Bildung und der Prävention sexualisierter Gewalt, haben eine Selbstverpflichtungs-Erklärung bzw. einen Verhaltenskodex unterschrieben etc.

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  • Baustein 5: Prävention – Kinder und Jugendliche

    Es gilt, die Rechte auf Befähigung und Partizipation, auf Information und auf Schutz miteinander zu vereinbaren. Dieses Dreieck ist eine entscheidende präventive Grundhaltung, die alle Beteiligten, allen vorn die Kinder und Jugendlichen, verinnerlichen sollten.

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  • Baustein 6: Sexuelle Bildung

    In den Bemühungen der Prävention geht es darum, die positive Kraft der Sexualität zu nutzen, um Kinder und Jugendliche in ihrer Lebenskompetenz zu stärken. In diesem Sinne ist sexuelle Bildung ein Baustein von Prävention sexualisierter Gewalt und fester Bestandteil eines Schutzkonzeptes.

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  • Baustein 7: Intervention

    Damit intervenierender Kinder- und Jugendschutz gelingen kann, sind klar strukturierte und konkrete Verfahrensschritte erforderlich. Dafür muss es einen kollegialen und ggf. interdisziplinären Austausch und ein planmäßiges und abgestimmtes Vorgehen geben.

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  • Baustein 8: Aufarbeitung und Rehabilitierung

    Ein Fall von sexualisierter Gewalt kann einer Organisation und allen beteiligten Personen großen Schaden zufügen. Aus diesem Grund ist wichtig, ein nachhaltiges Konzept der Aufarbeitung zu entwickeln, damit der Vorfall nicht traumatisierend im System „hängen“ bleibt. Die Leitfrage ist dabei: Was können wir aus dem Geschehenen lernen?

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  • Baustein 9: Prävention ist ein Prinzip

    Ein entscheidender Grundsatz in der Prävention lautet:
    Prävention ist ein Prinzip, kein Projekt!

    Nun, da Sie Ihr Rechte- und Schutzkonzept erstellt haben, gilt es, dieses mit Leben zu füllen und es als einen steten Prozess zu betrachten.

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Die Landesfachstelle sieht sich als zentrale Ansprechpartnerin für Dachverbände für Fragen von Rechte- und Schutzkonzepten. Der Fokus liegt auf der Weitergabe von Wissen darüber, warum ein solches Konzept so wichtig ist, was es genau beinhaltet, wie es wirkt und welche Unterstützung für eine Umsetzung notwendig ist. Örtlichen Träger*innen wird die PsG.nrw bedarfsgerecht regionalspezifische Angebote vermitteln.

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