Eröffnung Landesfachstelle Prävention sexualisierte Gewalt NRW

Köln, den 28.10.2020. Die Landesregierung NRW hat die Bekämpfung von sexualisierter Gewalt an Mädchen* und Jungen* erheblich verstärkt. Dabei ist die Prävention ein wesentlicher Baustein. Darum stellten heute Familienminister Dr. Joachim Stamp und Leiterin Dr. Nadine Schicha auf einer Pressekonferenz in Düsseldorf die neue Landesfachstelle Prävention sexualisierte Gewalt (PsG.nrw) gegen Kinder und Jugendliche vor, die einen wesentlichen Bestandteil der Präventionsmaßnahmen darstellt. Auch die beiden Direktor*innen der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe Ulrike Lobek und Matthias Löb, in deren Zuständigkeit die Landesjugendämter liegen, nahmen teil.

Kinder- und Familienminister Dr. Joachim Stamp: „Sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche ist ein unerträgliches, ein widerliches Verbrechen. Doch die bittere Wahrheit ist, dass viele Mädchen und Jungen regelmäßig sexuelle Gewalt erleiden müssen, mitunter ihre gesamte Kindheit lang. Wir wollen unsere Kinder und Jugendlichen vor diesen abscheulichen Verbrechen besser schützen. Das ist eine große Herausforderung, denn es geht nicht um Einzelfälle, sondern um abscheuliche Verbrechen, die tagtäglich verübt werden. Deshalb müssen wir alle – Politik und Gesellschaft – gemeinsam und entschlossen dagegen vorgehen.“

Die PsG.nrw wendet sich an Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe sowie Akteure im Bereich der Prävention, Intervention und Nachsorge sexualisierter Gewalt und bietet Informationen, Fortbildung und Beratung ebenso wie Vernetzung und Qualitätsentwicklung von Angeboten an. Träger ist die Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Nordrhein-Westfalen e.V. (AJS) mit Sitz in Köln. Die Landesfachstelle ist mit 4,5 Personalstellen ausgestattet und wird 2021 durch 5 Fachreferent*innen in den einzelnen Regierungsbezirken bei ihren Aktivitäten verstärkt, relevantes Wissen in die Fläche zu bringen.

Weiter zur Pressemeldung des Ministeriums für Kinder, Familie Flüchtlinge und Integration.

Leiterin Dr. Nadine Schicha: „Solch eine landesweite Stelle ist gesellschaftlich elementar, denn der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt obliegt uns Erwachsenen, die wir tagtäglich mit Kindern zusammenarbeiten bzw. leben.“

© Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration | Foto: S. Bersheim

In Trägerschaft der

Gefördert vom
Schriftgröße ändern
Kontrast