Online-Fortbildung: Interventionskoordinator*in im Kinderschutz – Handlungssicher in Fällen sexualisierter Gewalt
- Datum: 22.04.2027 – 19.11.2027
- Uhrzeit: 9:00 – 16:30 Uhr
- Ort: Online
- Kosten: 500,00 €
- Anmeldeschluss: 08.04.2027
Im Rahmen der digitalen Fortbildung setzen wir uns mit den Anforderungen von Interventionsprozessen bei Fällen sexualisierter Gewalt auseinander. Wir schauen uns unterschiedliche Verdachtsanlässe und Fallkonstellationen an und diskutieren Handlungsmöglichkeiten. Dabei betrachten wir die unterschiedlichen Rollen und Akteur*innen im Kinderschutz und erarbeiten Interventionsabläufe zur Umsetzung in der eigenen Organisation.
Die Teilnehmenden wenden das erlangte Wissen im Rahmen der Fortbildung an und arbeiten selbstständig eine Fallreflexion aus, die sie der Gruppe vorstellen. Die Erarbeitung erfolgt in Kleingruppen, die sich selbstorganisiert zu weiteren Intervisionsterminen treffen. Weitere Informationen dazu erhalten die Teilnehmenden zu Beginn der Veranstaltung.
Termine:
- Modul I 22./ 23.04.2027
- Modul II 20.05.2027
- Modul III 01./ 02.07.2027
- Modul IV 27./ 28.09. 2027
- Modul V 18./ 19.11.2027
Uhrzeiten: Jeweils 09.00 – 16.30 Uhr
Zusätzlich zu den Veranstaltungsterminen sollten Interessierte weitere Zeiten für selbstorganisierte Intervisionsgruppen und die eigenständige Erstellung einer Projektarbeit einplanen.
Themenschwerpunkte
– Rolle und Aufgaben der Interventionskoordination: Haltung und Aufträge in organisationalen Spannungsfeldern
– Kinderschutz und Gefährdungseinschätzung unter Berücksichtigung der Besonderheiten sexualisierter Gewaltdynamiken
– zivil-, straf-, arbeits- und datenschutzrechtliche Grundlagen von Interventionsprozessen
– Umgang mit Offenlegungen (sexualisierter) Gewalterfahrungen: Gesprächsführung mit Betroffenen und Personen unter Verdacht sowie weiteren beteiligten Akteur*innen
– Fall- und Organisationsdynamiken bei Verdacht auf (sexualisierte) Gewalt gegen junge Menschen
– Interventionsplanung und abgestimmtes Vorgehen in Organisationen: Kompetenzen und Zuständigkeiten festlegen, interne und externe Kommunikation und Dokumentation
– Interventionsleitfäden und die Arbeit von Krisenteams
– Schutz von Betroffenen und Beteiligung an Interventionsprozessen
– Kinderschutz als interdisziplinäre Aufgabe: Rollen und Akteur*innen im lokalen Netzwerk
– persönliche Aufarbeitung von Interventionsfällen: Psychohygiene, Nach- und Selbstfürsorge im Kinderschutz
– fachliche Aufarbeitung von Interventionsfällen: Fallreflexion und Analyse des institutionellen Kinderschutzes
Ziele
Nach Abschluss der Fortbildung haben die Teilnehmenden
- ein Verständnis von wesentlichen Abwägungs- und Abstimmungsprozessen im Interventionsverfahren.
- Kenntnisse über rechtliche und pädagogische Rahmenbedingungen von Interventionsverfahren.
- Wissen über Methoden und Techniken der Gesprächsführung mit unterschiedlichen Rollen und Akteur*innen im Interventionsfall.
- einen Überblick über Rollen, Hilfe- und Anlaufstellen und Wissen um die Bedeutung von Kooperation und Netzwerkarbeit im Kinderschutz.
Zielgruppe
Die Fortbildung richtet sich vornehmlich an pädagogische Fachkräfte aus freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe in Nordrhein-Westfahlen, die ihren jeweiligen Organisationen
- mit Interventionsfällen sexualisierter Gewalt und Kinderschutz betraut sind.
- Leitungs- oder Schnittstellenfunktion haben und an Interventionsprozessen maßgeblich beteiligt sind.
Vorkenntnisse im Bereich sexualisierter Gewaltdynamiken, Täter*innen-Strategien, Betroffenenperspektiven, Grundzüge von Interventionsprozessen und Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdungen werden bei den Teilnehmenden vorausgesetzt.
Kursleitung
Pascal Feldmann-Schultheis und Anouk Falloux, Landesfachstelle Prävention sexualisierte Gewalt NRW (PsG.nrw); Kirsten Schumacher, Regionalstelle der PsG.nrw im Regierungsbezirk Düsseldorf, Doris Willenborg, Regionalstelle der PsG.nrw im Regierungsbezirk Detmold
Kosten
500,00€
Ort
Die Veranstaltung findet über die Video-Call-Plattform Zoom statt.
Vor jeder Veranstaltung erhalten alle Teilnehmenden eine Einladung per E-Mail sowie einen entsprechenden Link zur Teilnahme. Es wird empfohlen sich einen Zoom-Client herunterzuladen. Aus der Erfahrung ist die Teilnahme über die Webversion oft instabil.
Eine Teilnahme über Smartphones wird nicht empfohlen.
Technische Voraussetzungen sind
- ein Zoom-fähiger PC, Laptop oder Vergleichbares mit einer stabilen Internetverbindung
- eine Webcam sowie ein Mikrofon oder ein Headset
AGBs
https://ajs.nrw/veranstaltungsuebersicht-2/agb-veranstaltungen/
Die Buchung von einzelnen Fachmodulen ist ausgeschlossen.
Bezahlung des Teilnahmebeitrages
Bitte beachten Sie, dass der Gesamtbetrag für alle Module in Höhe von 500,00 EUR bereits zwei Wochen vor dem ersten Veranstaltungstermin in Rechnung gestellt wird. Die Zahlung ist innerhalb von 14 Tagen an die in der Rechnung angegebene Bankverbindung zu entrichten.
Wir empfehlen den Abschluss einer Seminarrücktrittsversicherung, wie sie von vielen Versicherungsdienstleistern angeboten wird.
Ausstellung des Zertifikats
Nach der Teilnahme an der gesamten Fortbildung stellen wir Ihnen ein Zertifikat „Interventionskoordinator*in im Kinderschutz“ mit den Inhalten und dem zeitlichen Umfang der Fortbildung aus. Die Teilnahme an allen fünf Fachmodulen sowie an den selbstorganisierten Intervisionsterminen ist verpflichtend für die Ausstellung dieses Zertifikats. Die Teilnahme an einzelnen Modulen ist ausgeschlossen.
Fragen
Bitte direkt an Pascal Feldmann-Schultheis, fortbildung@psg.nrw.