UBSKM Kerstin Claus und die Beauftragte für Kinderschutz und Kinderrechte in NRW Petra Ladenburger besuchen die PsG.nrw

23.4.2026. Im Rahmen ihrer Ländertour besuchte die Unabhängige Bundesbeauftragte gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen, Kerstin Claus, am 22. April die Landesfachstelle Prävention sexualisierte Gewalt NRW (PsG.nrw) – begleitet von Petra Ladenburger, der Beauftragten für Kinderschutz und Kinderrechte des Landes NRW.

Der Besuch war Teil der bundesweiten Ländertour mit dem Ziel, den Dialog zwischen Bund, Ländern und Fachpraxis zu stärken, erfolgreiche Ansätze sichtbar zu machen und bestehende Lücken zu identifizieren.

Kerstin Claus: „Für mich wurde durch den Besuch noch einmal sehr anschaulich, wie wirksamer Kinderschutz gelingen kann: Über die Bündelung und Weitergabe von Wissen, eine flächendeckende Qualitätsentwicklung und die Vernetzung bereits existierender, landesweiter Angebote. Es ist gut und wichtig, dass Prävention hier sehr umfassend verstanden und systematisch gestärkt wird. Von der Begleitung bei der Entwicklung von Schutzkonzepten über die Vermittlung von Anlaufstellen in Krisenfällen bis hin zu praxisnahen Informations- und Fortbildungsangeboten. Genau diese Breite und gleichzeitige Praxisnähe schaffen Orientierung und Handlungssicherheit.

In Zeiten, in denen Kinderschutz zunehmend von ideologisch motivierten, fachfremden Akteur*innen instrumentalisiert wird, braucht es eine differenzierte, fachlich fundierte Praxis, die schützt, ohne zu vereinfachen oder Risiken einseitig zu verzerren.“

Petra Ladenburger: „Es gibt sehr viel Expertise in Nordrhein-Westfalen, jedoch noch nicht flächendeckend. Deswegen kommt den fünf Regionalstellen eine besondere Bedeutung zu. Sie sind wichtige Ansprechstellen für Fachkräfte und freie Träger vor Ort in den fünf Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold, Düsseldorf, Köln und Münster und helfen bei der Prävention, Fortbildung und Vernetzung.“

In einem intensiven fachlichen Austausch schauten wir besonders auf die Bedeutung von Schutzkonzepten in Einrichtungen, die Notwendigkeit einer engen Verzahnung von Prävention und Intervention sowie die Herausforderungen im digitalen Raum.

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