Interview mit Anne Leichtfuß, Simultandolmetscherin in Leichte Sprache

Anne Leichtfuß von „Leichte Sprache simultan“ dolmetschte bei unserer Jahrestagung 2026 „Selbstbestimmt & sicher: Prävention für Kinder und Jugendliche mit Behinderung“ in Leichte Sprache.

Im Interview erzählt sie uns mehr über ihren spannenden Job:

Wie sind Sie zum Simultandolmetschen in Leichte Sprache gekommen?

Als ich 2008 mit der Leichten Sprache angefangen habe, gab es Leichte Sprache noch nicht als Simultanverdolmetschung. Es war eine reine Schriftsprache. Immer wieder wurde aber bei Veranstaltungen deutlich: Es braucht mehr als das. Auch Live-Formate müssen für viele Menschen anders zugänglich gemacht werden. Darum habe ich mit meinen Kolleg*innen aus der Zielgruppe eine Methode entwickelt, die das möglich macht. Eigentlich sollte es erstmal nur ein spannendes Experiment sein, beim No Limits Festival 2013. Aber dann gab es immer mehr Nachfragen und Angebote – und so ist es mein Beruf geworden.

Wo kommt Simultandolmetschen in Leichte Sprache besonders häufig zum Einsatz?

Das hat sich sehr verändert. Am Anfang waren es eigentlich nur 2 Bereiche: Behindertenpolitik und inklusive Theater. Inzwischen sind die Themenbereiche vielfältiger geworden und ich dolmetsche alles von Tagungen, Mitgliederversammlungen, Science Slams oder Museumsführungen.

Welche Tipps haben Sie für Menschen, die in diesem Bereich arbeiten möchten?

Ich finde: Das Wichtigste für die Arbeit mit Leichter Sprache ist der Kontakt zur Zielgruppe. Durch nichts Anderes habe ich so viel gelernt. Nur wenn ich Zeit zusammen verbringe, viele Gespräche führe und in Verbindung bin, kann ich gute Inhalte in Leichter Sprache machen.

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